EENo will Wasserstoff für Friesland

H2 03In Friesland ist es schon heute möglich, fast 100% mehr Strom aus regenerativer Energie Windenergie-, Solar- und Biogasanlagen zu erzeugen, als wir in der Regel an Strom verbrauchen. Leider wird nicht der gesamte Strom ins Netz eingespeist, sondern man schaltet die Windenergie- und auch größere Solaranlagen, aufgrund von Strom-Überkapazitäten - ab. Durch die Regelungen im EEG werden diese Abschaltzeiten bzw. der nicht abgenommene Strom den Betreibern der Anlagen derzeit noch vergütet. So wurden im Jahr 2018 nach amtlichen Angaben 672 Millionen Euro in Deutschland als Entschädigungen an die Anlagenbetreiber für nicht abgenommen Strom ausgezahlt. Hinzu kommt, dass im Jahr 2018 Überschussstrom verschenkt oder sogar zu Negativpreisen an das Ausland verkauft wurde. Hierfür hat der Verbraucher im Jahr 2018 aufgrund der Regelungen des EEG insgesamt rund 1 Milliarde Euro an Abgaben bezahlt.


Diese Regelungen finden wir seit längerem falsch, wie auch viele andere Unternehmen und Experten, die sich mit der Weiterentwicklung und zukunftsfähigen Gestaltung unseres Energiemarktes befassen. Auch wir fordern die Politik auf, die Regelungen im EEG zu ändern. Eine Neuordnung für die Energiepreisfestlegung ist seit längerem überfällig. Klimawirksame Regelungen müssen Anreize für neue klimafreundliche Techniken zur Nutzung des Erneuerbaren Stroms schaffen. So zum Beispiel die Umwandlung von Strom mittels Elektrolyseure in Wasserstoff um damit den Stromüberschuss sinnvoll zu nutzen. Der Verbraucher wird entlastet und den Windbauern entsteht kein Schaden und der Strom wird durch Umwandlung in Wasserstoff genutzt. Allerdings muss die Bundesregierung alle Hürden (EEG etc.) umgehend klimafreundlich gestalten oder beseitigen. Sobald dies erfolgt ist, könnten LK und die Gemeinden Anreize durch Ausweisung von Standorten und ggf. mit Fördermitteln entsprechende Investitionen vorantreiben.


Wasserstoff kann in Tanks und Kavernen gelagert oder in das vorhandene Gasnetz eingespeist werden. Letzteres kann zwischen 2 und 10% Wasserstoff problemlos aufnehmen. Für Windarme- oder Dunkelzeiten wird auf jeden Fall gespeicherte Energie benötigt, um eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten. Dies kann u.a. durch den direkten Einsatz von Kraftwärmekopplung oder aber über den Weg der Methanisierung durch Verstromung in Gaskraftwerken geschehen. Dies bedeutet langfristig auch eine größere Unabhängigkeit von Energieimporten.


Grüner Wasserstoff ist eine klimafreundliche Alternative für industrielle Prozesse und kann bei der Dekarbonisierung des Verkehrssektors eine wichtige Rolle einnehmen. Allerdings muss hierfür ein weiterer massiver Ausbau der regenerativen Energieerzeugung erfolgen. Zudem bedarf es hierfür einer Politik, der der Schutz der Umwelt ein wichtiges Anliegen ist. Aber auch die Einsicht und Akzeptanz der Bürger*innen für eine zukunftsorientierte Gestaltung unserer Gesellschaft ist hierfür notwendig.

Darum sprechen wir uns dafür aus, dass

  • Überschuss an Windenergie regional genutzt wird, damit Windenergieanlagen (WEA) nicht abgeschaltet werden.
  •  eine Wasserstoffproduktion in Friesland etabliert wird.
  •  die Netzregelung so geändert wird, dass kein Abschalten der WEA erfolgt, sondern den Strom zu Elektrolyseuren zur Wasserstoffgewinnung geleitet wird.
  • die Installation von Wasserstofftankstellen in Friesland erfolgt (Varel, Schortens, Hohenkirchen, Carolinensiel).
  • Wasserstoffbusse für den nicht Schienengebundenen ÖNPV angeschafft werden – Unternehmen, die diesen Schritt gehen wollen, erhalten hierfür Wirtschaftsfördermittel.
  • auf der Bahnstrecke Sande-Esens Züge mit Wasserstoffantrieb eingesetzt werden.

 

 

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26.03.2019 - 2. Energietalk 

"Gute Referenten und ein interessiertes Publikum, war eine sehr informative und sachliche Unterhaltung. Solche Veranstaltungen sollten öfter stattfinden", so kommentierte ein Gast diesen 2. "Talk in der Mühle"

Beim 2. Energietalk in der Accumer Mühlenscheune ging es jetzt um das Thema:" Welche wirtschaftlichen Chancen, Verpflichtungen und Aufgabenstellung ergeben sich aus der Energiewende und dem drohenden Klimawandel für den Landkreis Friesland, das Land Niedersachsen und die Unternehmen der Erneuerbaren Energiebranche?  Eingeladen hatten die Erneu¬erbare Energie Nord gUG.

Nach der allgemeinen Begrüßung durch G. Zielke wurde mit einem eindrucksvollen Einspielerfilm die Problematik des Klimawandel und dessen Konsequenzen für Friesland gezeigt. Danach diskutierten Jörg Wächter und Ronald Brandes mit den Gästen. Eingeladen waren Landrat Sven Ambrosy, Landkreis Friesland;  Philipp Vohrer , Firma Enercon Aurich; Dr. Dr. Marcus Buhlert,  Ref 56 Umweltministeriums Niedersachsen. 

Der Auftaktfilm beinhaltete deutlich erkennbare Zeichen, wie die Erhöhung des Meeresspiegels, Küstenabbrüche und Unwetterfolgen, sowie eine mögliche düstere Zukunft für Friesland.

"Die Menschheit hat in den letzten 150 Jahren mehr klimatische Veränderungen erlebt als in den zwei Millionen Jahren davor", so Buhlert ."Wir müssen für den Klimaschutz eine Verkehrswende schaffen, große Wasserstoff-/Gasspeicher einrichten und den bis 2030 beschlossenen Leitungsausbau fortsetzen. Für Wasserstoff brauchen wir eine dezentrale Versorgung. Das Land kann allerdings nur das umsetzen, was der Bund und die EU vorgibt", sagte er weiter. "Gebe man heute kein Geld für gutes Klima aus, müsse man später viel mehr für auftretende Klimaschäden, z.B. teure Deicherhöhungen, bezahlen".

ET 2603 1 400Philipp Vohrer fügte hinzu, dass die Elektromobilität mit Wasserstoff und die Versorgungssicherheit das Ziel aller sein muss. Er trat für Kombikraftwerke ein, die Solar, Windkraft und Gas verstromen.

Sven Ambrosy nannte die Speicherung der EE als vorrangig. Wasserstoff für die Mobilität habe eine größere Reichweite. Damit betriebene Busse wolle man in Friesland auch. Leider sei bisher nur eine EU-Förderung kommunaler Antragsteller vorgesehen und der Öffentliche Personennahverkehr ist in Friesland privatisiert. Für die Energiewende brauche neue man Rechtsgrundlagen, so Ambrosy. Friesland habe bisher 30 öffentliche Elektrotanksäulen für bis zu 50 Fahrzeuge: 16 weitere Säulen kämen bald dazu.

 

19.02.2019 - Energietalk 

 Energietalk im Bürgerhaus SchortensAm 19. Februar 2019 fand der erste Energietalk (Energietalk in der Mühle) im Bürgerhaus Schortens statt. Kandidaten für das Bürgermeisteramt der Stadt Schortens stellen sich den Fragen des Moderationsteams von Erneuerbare Energien Nord gUG (Sina Beckmann, Gustav Zielke)

Die Kandidaten beantworeten Fragen zum Thema: Welchen Stellenwert räumen Sie den Erneuerbaren Energien (EE) und dem Klimaschutz in Schortens ein? Im Grunde waren sich alle Kandidaten einig, dass der Klimawandel da ist und Maßnahmen zur Begrenzung getroffen werden müssen und das die CO2-Emmission vermindert werden muss.  Auch die Stadt Schortens muss hier in Zukunft noch mehr machen, da waren sich alle Kandidaten einig,  

Dies war der  erste Talk in einer Reihe von  Veranstaltungen dieser Art. Weitere werden unter dem Namen "Energietalk in der Mühle" folgen. Die nächste schon am 26. März 2019 in der Accumer Mühle in Schortens.Info karte

Thema: Welche wirtschaftlichen Chancen, Verpflichtungen und Aufgabenstellung ergeben sich aus der Energiewende und dem drohenden Klimawandel für den Landkreis Friesland, das Land Niedersachsen und die Unternehmen der Erneuerbaren Energiebarnche?

Folgende Gäste sind hierzu eingeladen. Der Landrat des Kreis Friesland, Vertreter aus dem Umweltministerium, Vertreter der Firma Enercon

21.11.2018 - Wirtschaftliche Anwendungen von Wasserstofftechnologien.

H2BX 01Eine tolle Veranstaltung, organisiert von H2BX, BIS-Bremerhaven und Green-Economy Bremerhaven. Das Land Bremen und die Stadt Bremerhaven und die Bremische Wirtschaft unterstützen Wasserstofftechnologie und planen den Fischereihafen und das Lune Delta (Industriegebiet) mit Wasserstoff klimanaeutral zu versorgen. Bei dieser Veranstaltung wurde gezeigt,dass das möglich und realisierbar ist. Alle ziehen an einem Strang. Toll. So etwas brauchen wir in Friesland.

 

 

 

5.11.2018 - Klimaaktionstag auf der Insel Langeoog.Lange 01          Lange 02

Wie kann eine Insel wie Langeoog energieautark werden. Das war Thema der Erneuerbare Energie Nord gUG beim Klima Aktionstag auf der Insel. 

Der Weltklimarat IPCC hat diese Woche seinen Sonderbericht zum 1,5 Grad-Ziel veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass ab einer Erwärmung über 1,5 Grad die Risiken und volkswirtschaftlichen Kosten des Klimawandels massiv steigen. Schon heute, bei einem Temperaturanstieg von gerade einmal einem Grad, bekommen die Inseln und ihre Bewohner, die dem Meeresspiegelanstieg und damit einhergehenden Sturmfluten unmittelbar ausgesetzt sind, die Auswirkungen des Klimawandels  zu spüren.

Am Nachmittag fand dannder Markt der Möglichkeiten mit verschiedenen Ausstellern statt. Jörg Wächter und Gustav Zielke machten Vorschläge und erklärten den Besuchern, wie die Insel durch klimafreundliche Maßnahmen  zu eine möglichst energieautarken der Insel werden könntel. 

 

 

1.10.2018 - Auswirkungen des Klimawandel für die NordseeküsteMeer

Für die Nordsee ist die Erderwärmung ein besonders schwerwiegendes Problem. Schmelzende Gletscher und eine wärmebedingte Ausdehnung der Wassermassen in den Ozeanen lassen den Meeresspiegel, so renomierte Klimaforscher, in den nächsten 80 Jahren bis zu 1 Meter oedr mehr  ansteigen.

Stürme und Sturmfluten werden an der Nordsee künftig stärker ausfallen und  mit dem Meeresspiegel-Anstieg könnten Sturmfluten in der Deutschen Bucht bis Ende dieses Jahrhunderts um  mehr als 1 Meter höher auflaufen.

Mit dem Klimaschutz und der Erfordernis, uns an den Klimawandel anzupassen, hat Niedersachsen eine große gesellschaftliche Aufgabe. Im Juni 2018 hatte das Umweltministerium gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst den Klimareport für Niedersachsen veröffentlicht. Er gibt einen Überblick über die Klimaentwicklung in Niedersachsen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Schauen Sie welche Teile vom Meeresspiegelanstieg betroffen sind: http://flood.firetree.net/ 

 

 

30.10.2018 - Die Weltwetterorganisation warnt vor unumkehrbaren Folgen für das Klima

Treibhausgase in der Atmosphäre erreichen neuen Höchststand
Die stetig ansteigende Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre ist nach neuesten Messungen von Klimaforschern so hoch wie nie. Nach Aussagen der Weltorganisation für Meteorologie der Vereinten Nationen (WMO) in Genf stieg die durchschnittliche globale CO2-Konzentration im vergangenen Jahr auf 405,5 ppm nach 403,3 im Jahr 2016 und 400,1 im Jahr 2015. (ppm = Teilchen pro Million),
Die WMO warnt: Ohne eine Verringerung von CO2 und anderen Treibhausgasen wird der Klimawandel zerstörerische und unumkehrbare Folgen für die Erde haben.
"Es gibt keine Anzeichen für eine Umkehrung des Tendenz, der zum langfristigem Klimawandel, dem Meeresspiegelanstieg, der Versauerung der Meere und mehr extremen Wettersituationen beiträgt", sagte kürzlich WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. „Die Chance, noch einzugreifen, sei fast vertan“.

 

 

5. 08.2018 - 25 Jahre Regionales Umweltzentrum Schortens.

Eine tolle Veranstaltung. Es war schön, dass wir dabei sein konnten.

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Infoabend am 28.09.2017

 Windgas-Experte von Greenpeace Energy referierte in Jever.

Der Arbeitskreis Zukunft Energie 5.0 hatte zu einer Informationsveranstaltung im Anton-Günther-Saal in Jever für Energieerzeuger von Erneuerbarer Energien eingeladen. Dipl. Ing. Erich Pick, Referent für neue Energietechnologien bei Greenpeace Energy, referierte zum Thema "Die Nutzung möglicher Überschussenergie aus Erneuerbaren Energieanlagen". Er stellte den Besuchern die Kompetenz von Greenpeace Energy in Bezug auf die Verarbeitung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu Windgas vor. Windgas gilt als die derzeit am Markt befindliche einzige Lösung zur Langzeitspeicherung des Stroms aus EE.

Nach Auskunft der anwesenden Windanlagenbetreiber aus der Region liegt die Abschaltungen von Windrädern derzeit zwischen 5 und 15%. Würde man die Windanlagen laufen lassen, könnte derPick 01 zusätzlich gewonnene Strom und Überschussstrom durch Umwandlung in Wasserstoff/Windgas durch Power to Gas im Gasnetz oder in Kavernen gespeichert werden oder aber als direkter Energieträger für z.B. Fahrzeuge genutzt werden. Der Verbraucher kann so entlastet werden, da die Abschaltung dann nicht mehr vergütet werden müsste.

Für den Ausstieg aus der Verbrennung von fossilen Energien, der nach dem Pariser Klimagipfel bis spätestens zum Jahr 2050 erfolgen muss, wird die Menge von Strom aus EE- Anlagen noch erheblich gesteigert werden müssen. Dieser Strom wird die Grundlage für die notwendige Windgasreserve sein, die wir in Deutschland für "Dunkel- und windarme Zeiten" als Sicherheitsreserve benötigen. Da auch der Wärme- und Mobilitätssektor bis zum Jahre 2050 ohne fossile Brennstoffe auskommen soll, muss die Deckelung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für den Zubau von neuen Windrädern sehr schnell wieder aufgehoben werden, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Ebenso ist das EEG so zu ändern, dass die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer Energie vereinfacht werden, steuerliche Hemmnisse müssen abgeschafft werden.

“Wir schaffen weder die Erreichung der vereinbarten Klimaschutzziele noch den notwendigen technologischen Wandel, wenn wir weiter so bummelig unterwegs sind, wie dies derzeit der Fall ist”, so Erich Pick.

Als gelungenes und erfolgreiches Praxisbeispiel stellte der Referent die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Haßfurt/ Franken vor. Die Stadtwerke haben mehrere Windräder aufgestellt und versorgen die Stadt mit 14.000 Einwohnern, Industrie- und Handwerksbetrieben mit Erneuerbaren Strom. Bei der Netzsteuerung und  Nutzung von “Überschussstrom” aus EE hat man sich von dem Unternehmen Planet Energy, ebenfalls ein Tochterunternehmen von Greenpeace Energy, beraten lassen und einen 1,25-Megawatt-Elektrolyseu in Betrieb genommen.

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Vorträge/Veranstaltungen

Wir sind dabei.

Wasserstoff – Spinnerei oder Zukunftstechnologie?
- Hürden, Problematik und Anwendung -

27.06.2019  19:00 Uhr
Ort: Anton-Günter-Saal
Rathaus Jever - Am Kirchplatz 1
26441 Jever

Energietalk in der Mühle

24.09.2019  19:00 Uhr
26.11..2019  19:00 Uhr
Ort: Accumer Mühle 
An der Mühle 15
26419 Schortens

12. Energietag 5.0
24.10.2019  09:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Ort: Jade Hochschule Wilhelmshaven
Friedrich-Paffrath-Straße 101
26389 Wilhelmshaven

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Energietalk in der Mühle  v.l. Gustav Zielke,    Dr. Dr. Marcus Buhlert, Sven Ambrosy,  Philipp Vohrer, Jörg Wächter

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